Mehr als 2000 nationale und internationale Bieter verhalfen dem Historia Auktionshaus zu einer abermals erfolgreichen 135. Auktion, in welcher über 3200 Objekte angeboten wurden. Die große Nachfrage erzeugte teils heftige Bietgefechte. Besondere Aufmerksamkeit wurde einer kleinen Sammlung früher chinesischer Porzellane zuteil. Eine tiefe Kumme der Song-Dynastie (Los 4858, Limit 500€), ging nach einem heftigen Bietgefecht für 20000€ an einen Saalbieter. Eine kleine Schale mit Seladonglasur steigerte sich von 100€ auf 15000€ am Telefon (Los 4862). Aus China kamen auch zwei große Elfenbeinfiguren, die mit 7650€ bzw. 6125€ weiter gereicht werden konnten (Lose 4852 und 4800).

Ein umfangreiches Kurlandservice für 12 Personen und über 150 Teilen verkaufte sich für 7500€ (Los 2000), während Los 2500 mit elf feinen französischen Portraittellern 2750€ einspielte. Eine riesige Porzellanfigur von Volkstedt (Los 2507) einer eleganten Dame mit Vogelkäfig konnte bereits im Nachverkauf für 4725€ zugeschlagen werden. Unter den Bildhauerarbeiten stachen zum einen ein unikater Bronzeguss von Bernhard Heiliger hervor, der 6250€ einspielte (Los 3783), sowie eine imposante, bei Gladenbeck ausgeführte Gruppe einer Amazone auf steigendem Pferd von Erich Schmidt-Kestner, für die ein Telefonbieter letztlich 4500€ bezahlte. Erwähnenswert ist eine seltene wie grazile Chryselephantinefigur von Paul Ludwig Kowalczewski (Los 3721), die 3500€ einspielte. In der Silberrubrik reüssierte ein Augsburger Becher des frühen 18. Jahrhunderts (Los 815), der nach kurzen Bietgefecht für 5000€ den Besitzer wechselte. Ebenfalls 5000€ musste der Bieter aufwenden, um einen seltenen Singvogelautomaten mit zwei Vögeln zu ergattern (Los 907). Im Schmuckbereich hatten es die Bieter insbesondere auf Armbanduhren abgesehen. Für die Brillant-Damenarmbanduhr mit der Losnummer 97 wurden schließlich 4250€ aufgewendet, für eine Oyster Perpetual von Rolex (Los 450) 3125€. Ein üppiges Stillleben mit Enten aus dem 18. Jahrhundert führt mit einem Zuschlag von 8750€ die Altmeisterabteilung an. Für eine Überraschung sorgte eine kleine Ansicht Istanbuls (Los 1414), bei der es sich womöglich um eine Studie Halil Paşas handelt, und die dementsprechend von 250€ auf 4875€ stieg. Unter den modernen Arbeiten war es erwartungsgemäß Fred Thieler, der mit 10625€ den höchsten Zuschlag erzielte. Eine umfangreiche Polizei- und Militariasammlung konnte durchweg mit guten Ergebnissen an den Mann gebracht werden. Um eine unberührte Briefmarkensammlung, die auf vier Lose verteilt (4316-4319) war, stritten sich unerbittlich zwei Saalbieter, die am Ende 7625€ berappen mussten. Unter den Sammlerobjekte waren die ungewöhnlichen Objekte gefragt. So eine große Berliner Straßenlaterne (Los 4492, Erlös 2125€), ein doppelt von Napoleon I monogrammierter Brief (Los 4788, 2125€), oder auch ein seltener früher Cognac von 1830 (Los 4364, Erlös 2000€). Alle Preise verstehen sich inklusive des Aufgeldes. Einlieferungen zu unserer kommenden Auktion im August sind jederzeit erbeten.