137. Auktion bei Historia ®

Nachbericht der 142. Auktion

Zahlreiche Medien berichteten bereits im Vorfeld von der 142. Auktion bei Historia, in welcher der zweite Teil des Nachlasses von Winnetou-Darsteller Pierre Brice unter den Hammer kam. Nach dem fulminanten Erfolg des ersten Teils 2015, war zu erwarten, dass auch dieses Mal die Resonanz groß sein würde. Und so war der Saal von Beginn an gut gefüllt und ein Großteil der hartgesottenen Fans hielt sogar bis nach Mitternacht durch, als der Hammer den letzten Zuschlag besiegelte.

Doch eins nach dem anderen. Denn zunächst wurde die klassische Kunst- und Antiquitätenauktion durchgeführt, die mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von mehr als 60% und einigen überraschenden Zuschlägen das neue Auktionsjahr erfolgreich einläutete.

Doch eins nach dem anderen. Denn zunächst wurde die klassische Kunst- und Antiquitätenauktion durchgeführt, die mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von mehr als 60% und einigen überraschenden Zuschlägen das neue Auktionsjahr erfolgreich einläutete. Die gewohnt einträgliche Porzellansparte wartete z.B. mit gewährten 10000€ für eine Meissener Affenkapelle auf, gefolgt von einer KPM Deckelterrine aus dem grünen Tafelservice für Friedrich II., die von einem Limit von 2000€ bis auf 7500€ gehoben wurde. Mit jeweils 3300€ konnten zwei Meissener Prunkservice an einen Bieter aus Fernost zugeschlagen werden.

Beim Silber reüssierte die Flensburger Silberschmiede Robbe & Berking, welche zwei Silberbestecke beisteuerte, die mit 6000€ und 5500€ verkauft werden konnten.  Unter den Wand- und Tischuhren hatte es insbesondere eine Horizontaluhr aus dem frühen 18. Jahrhundert den Sammlern angetan, die schließlich 3000€ dafür gewährten. In der Art von Chiparus arbeitete der französische Art déco Bildhauer Jean Lormier, dessen elegante Chryselephantinefigur für 5500€ in die USA ging. Eine von Putten umgebene Maria Immaculata aus dem 17. Jahrhundert erzielte 3900€. Unter den knapp 200 Artikeln der Asiatika-Abteilung tat sich insbesondere ein kleines Konvolut von drei chinesischen Malereien hervor. Die lediglich mit 160€ limitierten Arbeiten gingen schließlich für 5500€ an einen Bieter aus China.  5500€ ließ sich auch ein Wiener Sammler ein großes sogenanntes Knochenschiff kosten. Eine kleine und frühe Münchner Ansicht aus der Hand von Johann Babtist Isenring, die den heutigen Stadtteil Sendling um 1820 zeigt, ging für 3000€ nach Bayern und bestätigt damit die Tendenz, dass Kunstgegenstände häufig zurück in ihre Heimat wandern.

Doch die größten Überraschungen gab es jedoch unter den knapp 800 Losen aus dem Nachlass von Pierre Brice, welche der Auktionator Michael Lehrberger gemeinsam mit der Witwe des Schauspielers zusammengestellt hatte. So hielt der Katalog zu jedem Los seine entsprechende Geschichte bereit, die während der Auktion noch um persönliche Anekdoten bereichert werden konnte. Zu den zahlreichen, extra angereisten Bietern im Saal kamen mehrere hundert Bieter, die sich an den heimischen Bildschirmen und Telefonen live an der Auktion beteiligten. Der übliche Schnitt von ca. 120 Losen pro Stunde wurde durch die Bietgefechte halbiert, so dass die Veranstaltung erst in der Nacht ihr Ende fand. Mit Spannung erwartet wurden vor allem Filmrequisiten und Filmpreise. Der goldene Bravo Otto von 1971 wurde nach erbittertem Kampf erst bei 13000€ einer Sammlerin zugeschlagen, während sich ein Berliner den goldenen Bambi von 1966 für 7000€ sicherte. Weitere Auszeichnungen waren der Bravo Otto von 1964, damals noch in Münzform, sowie der Karl May Preis „Scharlih“, die beide für 3300€ zugeschlagen werden konnten. Authentischer Indianerschmuck in Form eines Brustschmucks aus Türkisen wechselte für 4800€ den Besitzer. Für eine wunderbar erhaltene persische Fliese aus dem 18. Jahrhundert, die Pierre Brice von einer hochrangigen persischen Familie geschenkt bekam, gewährte ein privater Sammler 4200€.  Ein seltener Cartier-Füller mit den gravierten Initialen von Pierre Brice ging mit 3000€ über den Tisch. Dass der Schauspieler sich in seiner Freizeit mit Malerei beschäftigte, ist kaum bekannt. Umso erstaunlicher waren die Preise, die seine persönlichen, meist kleinformatigen Arbeiten erzielten. 2200€ machte ein Fan für ein postkartengroßes Aquarell locker. Gegen 1 Uhr früh ergriffen seine Anhänger zum letzten Mal die Chance, mit einem roten Hermès-Bademantel einen persönlichen Gegenstand des Idols zu ergattern.

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