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Nachbericht der 134. Auktion:

Mit einer Zuschlagsquote von knapp 70% brachte das Berliner Auktionshaus Historia seine 134. wieder zu einem erfolgreichen Abschluss. Die nahezu 3200 Lose riefen erneut zahlreiche internationale Bieter auf den Plan. Im Saal, an den Telefonen und den verschiedenen Internetportalen nahmen insgesamt fast 3000 Bieter an der Auktion teil.

Die große Nachfrage erzeugte teils heftige Bietgefechte. Für einen Narwalzahn (Lot 4223) mit Knauf meldeten sich gleich 7 Bieter an, die den Preis von 1500€ schnell auf 10125€ trieben. Ein großer silberner Tafelaufsatz in Form einer Karavelle (Los 652) aus dem Hause Neresheimer in Hanau konnte von 10000€ auf 18750€ gehoben werden, während eine prunkvolle, silberne Schenkkanne (Los 786) für 4875€ den Besitzer wechselte (Limit 3000€).

Für eine frühe Arbeit des Bielefelder Malers Hans Sagewka (Los 1762) mussten 10 Telefonleitungen reserviert werden. Das Bietgefecht startete bei 1500€ und endete bei einem Zuschlag von 6875€ zugunsten einen Bielefelder Sammlers. Bei 6875€ landete auch das Gemälde mit der Losnummer 1551, allerdings startete die nicht näher identifizierte und unsignierte Landschaft mit lediglich 100€. Ein typischer Wopfner (Los 1328) mit dramatischem Chiemseemotiv konnte knapp unter dem Limit bei 5300€ weiter gereicht werden.

Unter den Bildhauerarbeiten stach eine seltene Bronze aus dem Hause Gladenbeck hervor, die das berühmte Reiterstandbild des großen Kurfürsten nach Andreas Schlüter auf einem prächtigen Marmorsockel präsentierte. 5000€ war das durchaus angemessene Ergebnis bei einem Limit von 3500€.

Unter den Sammlerobjekten, die ab Samstagmorgen an der Reihe waren, hatten es insbesondere die Losnummern 4486 und 4487 einigen Interessenten angetan. Auch dieses Mal mussten zahlreiche Telefonleitungen belegt werden, als zwei Briefe Napoleons zum Aufruf kamen, von denen einem noch das Kuvert samt Siegel beigegeben wurde. Zusammen spielten die beiden Autographen 10625€ ein.

Schon des Öfteren erlebte das Haus bei asiatischen Offerten einige Überraschungen. So waren es auch dieses Mal zwei unscheinbare Konvolute (4124 und 4144) die bei einem Startpreis von lediglich 80€ schließlich bei 3750€ und 4500€ landeten. Untern den Möbeln stach ein prunkvoller Barock-Dielenschrank (Los 5002) hervor, der erwartungsgemäße 8125€ einspielte, sowie ein außergewöhnlicher Zierschrank (Los 4258) mit wundervoll bemalten Porzellanfüllungen, der für 6875€ einen Abnehmer fand (Alle Preise verstehen sich inklusive des Aufgeldes).

Auch die kommende Mai-Auktion hält bereits jetzt einige besondere Stücke bereit. Einlieferungen sind bis Anfang April erbeten.

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Nachbericht der 133. Auktion:

Die erstmalig auf vier Tage angesetzte 133. Auktion des Berliner Hauses Historia, startete am Dienstag früh mit Schmuck, Taschen- und Armbanduhren. Wer noch auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk war, konnte hier fündig werden. So wurde eine Gelbgold Armspange von Chopard, besetzt mit 32 farbigen Cabochons, von 2500€ auf 7200€ gehoben.

Mit mehr als 2000 versteigerten Losen erreichte Historia eine Zuschlagsquote von über 60% bei einem Erlös von über 1 Million.  Weitere 20% werden im gerade angelaufenen Nachverkauf noch losgeschlagen werden. Den höchsten Zuschlag konnte erwartungsgemäß Emil Nolde für sich verbuchen. 52500€ (inkl. Aufgeld) spielte das Aquarell aus den 1930er Jahren ein, dem eine Expertise der Nolde Stiftung in Seebüll beilag.

Ein großer Ceylon-Saphir mit indischem Handschliff in schönem Kornblumenblau wurde für 6000€ weitergereicht (Taxe 5000€), während ein Art Déco Brillant Collier mit 4800€ zugeschlagen werden konnte. Eine umkämpfte Taschenuhr aus dem Hause Lange & Söhne Glashütte schaffte es auf mehr als das doppelte der Taxe, und landete schließlich bei 4600€. Unter den darauf folgenden Silberobjekten überraschte ein kleiner, russischer Pokal, der sein Limit von 300€ schnell hinter sich ließ, und erst bei 1800€ einem Bieter aus Litauen zugeschlagen werden konnte.

Den höchsten Zuschlag unter der am Mittwochmorgen angebotenen Kunst, konnte erwartungsgemäß Heinz Mack für sich verbuchen. 20000€ (inkl. Aufgeld) spielte das Flügelobjekt ein, welches sich eine namhafte deutsche Galerie sichern konnte. 8750€ (inkl. Aufgeld) mussten für ein repräsentatives Portrait von Friedrich Wilhelm I. als Kronprinz locker gemacht werden und ein Kurfürstenportrait des 17. Jahrhunderts verzehnfachte seine Taxe auf 5000€. Zwei Boulle-Uhren des 18. Jahrhunderts führen die Ergebnisse der Uhren an. Für 3000€ bzw. 2600€ konnten diese weitergereicht werden, während eine figürliche Kaminuhr in Gestalt eines Elefanten mit Orientalen-Beistellern für 2500€ zugeschlagen werden konnte.

Vier Bieter stritten sich um eine mit Porzellanvögeln und –blüten dekorierte Kaminuhr, und hoben diese von 800€ auf 2200€. Unter den offerierten Losen der Bildhauerabteilung überzeugte ein liebreizender, äußerst filigran aus Elfenbein geschnitzter Jugendstilakt, der mit 1200€ verkauft wurde, während für „Die Sinnende“ des späten Arno Breker der Hammer bei 1500€ viel. Eine opulente Bodenvase der KPM mit einer russischen Pferdetroika in verschneiter Landschaft fand für 20000€ einen Liebhaber. Überhaupt gab es insbesondere in der Porzellanabteilung einige erfreuliche Ergebnisse.

So spielte die Affenkapelle von Meissen 13500€ ein, und ein Paar großer, französischer Schneeballvasen gingen bei einer niedrigen Taxe von 3000€ für schließlich 13000€ nach Shanghai. Ein Meissner Prunkservice verdreifachte seine Taxe von 2000€ und bereichert nun eine Weihnachtstafel. Größte Überraschung waren sicherlich zwei Teile eines wohl königlichen Services aus dem Hause KPM, die bei 120€ starteten und nach harten Bietgefecht schließlich bei 5200€ landeten. Unter den Möbeln konnte ein architektonischer Eckschrank des 18. Jahrhunderts überzeugen, und ging für 2700€ nach Österreich.

Die Sammlerobjekte waren dieses Mal am Freitagmorgen an der Reihe. Hier vereinte ein Konvolut bundesdeutscher Orden den größten Zuspruch auf sich. Die limitierten 150€ wurden schließlich af 2600€ nahezu verzwanzigfacht. Eine Teebox mit Malerei in Stobwassermanier schaffte es von 180€ immerhin auf stolze 2200€, so auch ein Marine-Ehrendolch mit originalem Portepee und Gehänge und eine große Walzenspieluhr mit Orchestrion auf 1900€. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch zwei Fotoalben mit Persönlichkeiten des deutsch-französischen Krieges, welches von 400€ auf 1700€ gehoben werden konnte. Die kommende, Ende Februar 2017 anvisierte Auktion, hält schon jetzt einige besondere Stücke bereit.

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Nachbericht zur Nachlassversteigerung „Pierre Brice“.

„Blick hinter die Kulissen“: Das ‪Auktionshaus‬ ‪Historia‬ hatte am 7. und 8. November 2015 die Gelegenheit, Teile des Nachlasses von ‪Pierre‬ Brice zu versteigern.

Die Witwe des ‪‎Winnetou‬-Darstellers hatte das Berliner Haus damit beauftragt, eine Auswahl an Memorabilia, ‪‎Filmrequisiten‬ und privaten Gegenständen aus der Villa bei Paris zu katalogisieren und so der Fangemeinde zugänglich zu machen. Bereits im Vorfeld zeigte sich reges Interesse von Seiten der Fans, der Presse und Sammlern aus aller Welt, so dass die frisch renovierte und liebevoll dekorierte Halle in ‪Mühlenbeck‬ bei ‎Berlin‬ schon zur Vorbesichtigung gut gefüllt war.

Die Resonanz während der ‪‎Auktion‬ übertraf jedoch auch die hochgesteckten Erwartungen aller Beteiligten. Mehr als 1500 ausgewählte Objekte kamen sortiert nach den Lebensabschnitten von Pierre ‪Brice‬ zum Aufruf. Den Auftakt machten Spielzeuge seiner frühesten Kindheit. Vom ersten Objekt an, einem gelben Blechauto, welches für 280€ zugeschlagen werden konnte, gab es zum Teil erbitterte Bietgefechte. So wechselte eine Mundharmonika erst bei 750€ den Besitzer, während ein von Pierre Brice handgeschnitztes U-Boot einem Sammler 550€ wert war.

Weit tiefer in die Tasche greifen mussten Fans, wie auch öffentliche Institutionen, wenn es darum ging, eines der begehrten ‪‎Kostüme‬ zu ergattern, die auf Bühnen wie auch bei Filmdreharbeiten getragen, und von Pierre und ‪‎Hella‬ Brice handgefertigt wurden. So spielte das Kostüm aus „Winnetous Rückkehr“ 9000€ ein, jenes aus „Mein Freund Winnetou“ 4600€ und ein Ensemble für die ‪Karl‬-‪May‬-‪Festspiele‬ in ‪‎Elspe‬ 4200€. Als besonders begehrt erwiesen sich solche Gegenstände, die eng mit Pierre Brices‘ ‪‎Biographie‬ verstrickt waren.

So zum Beispiel ein Dolch aus dem Indochinakrieg 1947/49, welchem er sein Leben verdankte, so wie auch die seltenen Gemälde von seiner Hand, welche bis zu 4400€ einbrachten. Unangefochtenes Highlight des Events war die Silberbüchse, die Pierre Brice selbst mit den namensgebenden Nägeln beschlug und welche Ihn auf sämtlichen Karl-May-Spielen von 1976 bis 1998 begleitete. Nach einem aufregenden Bietgefecht hatte schließlich ein privater ‪‎Sammler‬, der bereits seit zwei Tagen im Saal ausharrte, die Nase vorn, und setzte sich mit einem Zuschlag von 65000€ gegen alle Konkurrenten durch.

Aufgrund der sich überschlagenden Reaktionen von Seiten der Presse und der anwesenden Fans, musste die Auktion kurz unterbrochen werden. Überhaupt war die ‪Veranstaltung‬ gekennzeichnet von einer hochemotionalen und herzlichen Stimmung. Immer wieder ließen die Fans Ihrer Freude freien Lauf und suchten die Nähe zu Hella Brice, die ihnen während der ganzen Auktion zur Verfügung stand. Nach zwei langen Tagen, an den der Auktionator Michael Lehrberger alle Register seiner Zunft gezogen hatte und die Bieter im Saal, wie an den heimischen Bildschirmen zu unterhalten wusste, schloss sich schließlich der Kreis, als bei 18000€ für den privat genutzten Jaguar S-Type der Hammer zum letzten Mal fiel.